Persönlichkeitsbildung

Die persönliche und ganzheitliche Bildung ist ein wichtiger Leitfaden unseres Schulprofils. Nicht nur im Unterricht werden neben der Wissensvermittlung und Methodenkompetenz sogenannte “soft-skills” vermittelt: Teamfähigkeit, Dienstbereitschaft, Kritikfähigkeit und die Bereitschaft, persönliche Verantwortung zu übernehmen für sich und andere.

Auch im Rahmen verschiedener Zusatzkonzepte schulen die Mädchen ihre Persönlichkeit:


Teen-STAR*

Seit Oktober 2007 bietet das MGJ interessierten Mädchen einen Kurs zur Persönlichkeitsentwicklung an. Hier kommen in lockerer Atmosphäre alle Themen zur Sprache, die während der Pubertät für die Kursteilnehmerinnen wichtig sind.

Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Sexualität rund um den eigenen Körper, die neuen Gefühle, Mannsein und Frausein, Freundschaft und Liebe, “nein” sagen lernen, wenn es notwendig ist, Schwangerschaft und wie es dazu kommt, und Verantwortung tragen.

Demzufolge heißt TeenSTAR*:

sexuality teaching in the context of adult responsibility

(Sexualpädagogik im Zusammenhang mit Reife und Verantwortung)
denn: Teenager suchen tragfähige Antworten in ihrer Reifezeit

“Weißt du eigentlich, dass du dich gerade jetzt wichtig nehmen sollst und dir Zeit lassen darfst für dein ganz persönliches Erwachsenwerden?”

Die Gynäkologin Dr. Hanna Klaus entwickelte das preisgekrönteProgramm in den USA aus den Fragen 14-16jähriger Teenagermütter. Es ist ein Programm aus der Praxis für die Praxis und zwischenzeitlich in über 40 Ländern der Welt verbreitet.

Dem TeenSTAR*- Kurs liegt ein Verständnis von Sexualität als eine positive Kraft zugrunde, die dem Menschen zur Gestaltung aufgegeben ist, für die Liebe und zur Weitergabe des Lebens. Durch Beobachtung und Wahrnehmung der leisen Zeichen der sich entwickelnden Fruchtbarkeit  und Informationen darüber erfahren die Mädchen:

  • Alles ist wunderbar aufeinander abgestimmt und hat seinen Sinn.
  • Das baut  ein positives Verhältnis zum eigenen Mädchensein und Frau werden auf. Das stärkt das Selbstwertgefühl.
  • Und was ich kenne und schätze – das kann ich auch schützen.

Dieser Ansatz hat sich als sehr nachhaltig erwiesen.

Der Kurs wird am MGJ für Schülerinnen  verschiedener Jahrgänge angeboten.

Für Mädchen in der Vorpubertät (Klasse 6) sind das die „Sternstunden für Mädchen“, ältere Schülerinnen ab Klasse 8 nehmen am Originalprogramm teil.
Eine selbst gestaltete Kursmappe gibt den Eltern Einblick in den Kursverlauf und kann ein Anlass sein, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Rahmen dieses einjährigen Kurses werden  Elternabende angeboten.

Nähere Informationen über TeenSTAR* finden Sie unter:  www.teen-star.de

Ansprechpartnerin im MGJ: Dorothee Cober


Schüler helfen Schülern

„Schüler helfen Schülern“ ist ein einfaches, aber effektives Förderprogramm, das allen unseren Schülerinnen der siebten und achten Klassen offen steht.

Es wird gemeinsam in kleinen Gruppen von maximal vier Schülerinnen unter der Anleitung einer guten, älteren Schülerin gelernt. Die Gruppen bleiben über ein Halbjahr bestehen und finden im Anschluss an den Unterricht einmal wöchentlich statt. Die Übungsstunden wiederholen und vertiefen zeitnah den gerade behandelten Unterrichtsstoff.

Die teilnehmenden Schülerinnen zahlen ein geringes Entgelt an die Tutorin.

Die Anmeldetermine für „Schüler helfen Schülern“ liegen in der Regel vor den Herbstferien und zu Beginn des zweiten Halbjahres.

Frau Philippen koordiniert das Programm und hilft Ihnen bei allen Fragen gerne weiter.


Streitschlichtung

Das MGJ bietet eine AG „Streitschlichtung“ für die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 8 an.

In der AG werden die Schülerinnen zu „Mediatorinnen“ ausgebildet. Sie eignen sich den richtigen Umgang in Konfliktsituationen an. Darüber hinaus erlernen sie das Vorgehen als Vermittlerinnen („Mediatorinnen“) zwischen zwei Schülerinnen, die im Streit sind.

Dazu werden in der AG Konfliktsituationen in Rollenspielen nachgespielt und es wird das richtige Verhalten als Streitschlichterin schrittweise eingeübt.

Am Ende der Ausbildung erhalten sie  ein Zertifikat (nach bestandener Abschlussprüfung).
Die Streitschlichterinnen stehen dann täglich bereit, um zwischen Mitschülerinnen im Konfliktfall als unparteiische Dritte zu vermitteln, denn jede Schülerin kann freiwillig die Streitschlichtung aufsuchen, wenn es einen Streit gegeben hat.

Die Streitschlichterinnen leiten beide Konfliktparteien dazu an, die Schritte der Streitschlichtung zu durchlaufen. Es wird gemeinsam nach einer Lösungsmöglichkeit gesucht, damit sich die Streithähne nach dem Konflikt wieder in die Augen schauen können!


Was ist Streitschlichtung?
•    Keine Gerichtsverhandlung!
•    Es ist eine Konfliktlösung mithilfe einer neutralen Schülerin.
•    Es ist ein freiwilliges Gespräch nach Regeln.

Was sind die Ziele?
•    Streitpunkte erkennen
•    am Konflikt arbeiten ohne "Autoritäten" wie Lehrer, Schulleitung oder Eltern
•    eigene Standpunkte überdenken und gemeinsam Kompromisse finden
•    Konfliktlösungen ohne Niederlage, beide sind einverstanden

 

(Foto v.l.: Graziella Maghema, Stephanie Klein, Sophie Radermacher, Isabell Lohmüller und Franziska Inglsperger)

 Ansprechpartnerin: Frau Baetz


Tutorenprogramm

Das Tutorenprogramm existiert bereits seit mehr als 20 Jahren an unserer Schule und richtet sich an die Schülerinnen der Erprobungsstufe. Es handelt sich dabei um ein pädagogisches Programm, das die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen fördern möchte.

Schülerinnen der Oberstufe (EF) betreuen Schülerinnen der Klasse 5, damit sie sich schnell in unserer Schule wohl fühlen, sich leichter integrieren können, Freundschaften schließen und zu dem „Prima Klima“ an unserer Schule beitragen.

Anhand verschiedener Aktivitäten mit den 5er Schülerinnen (z.B. das Organisieren von Spielnachmittagen, gemeinsames Backen oder Kochen etc.) sollen im sozialen Miteinander bestimmte Werte vermittelt werden, die sich z.B. auf Themenbereiche wie zwischenmenschliche Verhaltensweisen im Schulalltag, mit den Klassenkameraden, in Freundschaften, in der Familie etc. beziehen.
Darüber hinaus wird auch gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, sollten sich ggf. 5er Schülerinnen mit Problemen an ihre Tutorinnen wenden.

Pädagogisch gesehen hat das Projekt auch für die Tutorinnen seine Bedeutung. Sie werden in Workshops auf den Umgang mit den jüngeren Schülerinnen vorbereitet und  durch die gemeinsame Zeit,  die sie mit den 5er Schülerinnen verbringen, können auch sie von den jüngeren Schülerinnen lernen und Erfahrungen sammeln, was sich u.U. in Bezug auf eine spätere Berufswahl als gewinnbringend erweisen kann.

Weitere Informationen erhalten sie bei Frau Canovas, Frau Philippen und Frau Adriany, die mit der Organisation des Projektes betraut sind.