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G8 oder G9?

Schulfachliche Eckpunkte für Gymnasien mit 9-jährigem Bildungsgang - Informationen aus dem Schulministerium NRW

Unmittelbar vor den Sommerferien 2018 hat der Landtag Nordrhein-Westfalen mit dem 13. Schulrechtsänderungsgesetz die Einführung des neunjährigen gymnasialen Bildungsgangs an den Gymnasien ab dem Schuljahr 2019/20 als Regelfall beschlossen. Die Fördergemeinschaft für Schulen in freier Trägerschaft, Schulträger des MGJ, hat sich für das 9-jährige Gymnasium entschieden.

Der höhere Unterrichtsumfang in der Sekundarstufe I des neunjährigen Gymnasiums soll der Stärkung der ökonomischen Kompetenzen, einer verbesserten MINT-Bildung sowie der Stärkung der sprachlichen Kernkompetenzen dienen. Im Zuge der beabsichtigten Stärkung der Fachlichkeit werden die neuen Kernlehrpläne die inhaltlichen Anforderungen noch deutlicher als bislang ausweisen.

1. Digitale Kompetenzen
Die Anforderungen an eine Bildung in der digitalen Welt sollen auch in den einzelnen Fächern verankert werden. Hierzu dient der „Kompetenzrahmen Medienpass NRW“ als Grundlage. In diesem Zusammenhang ist auch dafür Sorge zu tragen, dass alle Schülerinnen und Schüler auch Grundkenntnisse im Programmieren (Teilkompetenz „Problemlösen und Modellieren“) erwerben.

2. Stärkung der ökonomischen Bildung
Zum Fächerkanon des Gymnasiums gehört bereits das Fach „Politik/Wirtschaft“. Bei der Umstellung auf den neunjährigen Bildungsgang soll dieser Bereich im zeitlichen Umfang sowie durch geänderte curriculare Vorgaben so gestärkt werden, dass in ihm stärker als bisher auch Kenntnisse unserer Wirtschaftsordnung ebenso wie Aspekte der Verbraucherbildung vermittelt werden.

3. Beginn der zweiten Fremdsprache
Der Beginn des Unterrichts in der zweiten Fremdsprache wird mit Wirkung zum Schuljahr 2019/20 für die dann in Klasse 5 und 6 befindlichen Schülerinnen und Schüler auf die Klasse 7 verschoben. Der Bilinguale Unterricht soll gestärkt werden. Mit der künftig sechsjährigen Sekundarstufe I ist damit weiterhin die Möglichkeit verbunden, die Verpflichtung zum Erlernen einer zweiten Fremdsprache durch eine Belegung in vier aufeinander folgenden Jahrgangsstufe vor Eintritt in die Gymnasiale Oberstufe zu erfüllen, so dass die Schülerinnen und Schüler ab der Einführungsphase gegebenenfalls eine weitere neu einsetzende Fremdsprache erlernen oder andere Schwerpunkte setzen können.

4. Schulzeitverkürzung für leistungsstarke Schülerinnen
Grundsätzlich gilt, dass leistungsstarke Schülerinnen und Schüler nach der Erprobungsstufe zum Ende eines Schulhalbjahres oder Schuljahres vorversetzt werden, also eine Klasse „überspringen“ können. Mit der Einführung des neunjährigen Bildungsgangs an Gymnasien soll diese Option im Interesse einer optimalen Förderung von Schülerinnen und Schülern dort wieder deutlich an Bedeutung gewinnen.


Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Schulministeriums NRW.