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Erfolgreiche Teilnahme von Schülerinnen der Q1 beim "JugendIndeLab"

Im Rahmen des Projektkurses im Bereich der Naturwissenschaften haben sich 13 Schülerinnen der Q1 mit dem Thema "Energiegewinnung" und einer nachhaltigen Verbesserung des Indelandes, insbesondere im Zuge des bevorstehenden Strukturwandels, beschäftigt - und wurden für ihre Ideen mit dem Preis für Kreativität ausgezeichnet.

In der gymnasialen Oberstufe zählt jede Stunde und jeder Punkt, wenn es um das Abiturzeugnis sowie den für den Hochschulzugang wichtigen NC geht. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man sich so sehr auf die nächste Klausur vorbereitet, dass man die Zukunft aus den Augen verliert.

Die Schülerinnen des Mädchengymnasiums Jülich, die sich in einem naturwissenschaftlichen Projektkurs mit dem Thema Energiegewinnung beschäftigt haben, haben offenbar die Zukunft in Blick und sind an ihrer nachhaltigen Gestaltung interessiert. „Schule und Zukunft“ – so könnte man also den Charakter des Projektkurses zusammenfassen, der unter Leitung von Dr. Birgitt Fuchs am MGJ angeboten wurde.

13 Schülerinnen haben das Angebot angenommen und sich ein Jahr lang damit beschäftigt, wie man das Indeland im Zuge des Strukturwandels nachhaltig zum Besseren verändern und umweltfreundlich machen kann.

Mit Unterstützung des EU-Programms „Erasmus+“ und in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich, dem zdi-Zentrum ANTalive und dem „JugendIndeLab“ der FH Aachen wurde den Schülerinnen im Bereich der Energienutzung eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten zu einem einschlägigen Thema ihrer Wahl ermöglicht.

Wie die Interessen der Schülerinnen waren auch die Themen weit gefächert: von Algenzucht über Brennstoffzellen und Lithium-Ionen-Akkus bis hin zu Piezoelektrizität ließ sich ein passendes Forschungsgebiet für jede Schülerin finden, das über ein Jahr eigenständig erkundet und vertieft wurde. 

Unterstützung dafür kam von vielen Seiten: Das Budget für Forschungsmaterialien wie kleinen Solarzellen oder Piezokristallen, die von den Schülerinnen selbstständig in eigenen Versuchsreihen benutzt wurden, wurde durch Erasmus+ gestellt, außerdem besuchte der Projektkurs sowohl alleine als auch mit einer spanischen Partnerschule das Forschungszentrum Jülich, wo einige Schülerinnen neue Einblicke in ihren Forschungsbereich erlangen konnten.

Über die Dauer des Schuljahres wurden also Informationen gesammelt, Tatsachen hinterfragt, neue europäische Kontakte geknüpft und gleichzeitig ein Beitrag zur Welt von morgen geleistet. Den Abschluss bildeten eine Präsentation sowie eine Kursarbeit. In dieser Arbeit entwickelten die Schülerinnen eine Vision zur Nutzung des geplanten Indesees. Die Schülerinnen schlugen die Nutzung des Sees als Wohnfläche mit Hausbooten vor und sahen in ihm einen Energielieferanten durch schwimmende Solarzellen und andere erneuerbare Energien wie Windkraftwerke. Besonders innovativ ist schließlich die Idee, den See zur „Wiege für nachhaltige Wirtschaft“ zu machen. Konkret stellen sich die Schülerinnen vor, Forschung an Algen zu betreiben und diese zu verarbeiten, umweltfreundliches Bauen durch autarke Häuser voranzubringen und mit einer App die Verkehrsplanung der dann emissionsfreien Fahrzeuge zu steuern. 

Für das Projekt wurde das MGJ im Schulwettbewerb „JugendIndeLab“ mit dem Preis für Kreativität ausgezeichnet.

Nicht zuletzt wegen der positiven Resonanz auf den Kurs gibt es am MGJ im aktuellen Schuljahr wieder einen Projektkurs im Bereich der Naturwissenschaften.